Die Trojaburg - das Rasenlabyrinth in Steigra

Die Trojaburg von Steigra ist wahrscheinlich das einzige erhaltene Riesenlabyrinth in Deutschland. Noch heute werden die Labyrinthlinien sorgfältig von den Einwohnern Steigras gepflegt und regelmäßig neu ausgestochen. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die Arbeit von Konfirmanden durchgeführt. Im Frühjahr, am letzten Wochenende im April, wird hier die Befreiung der Jungfrau (Sonne) gefeiert. Ein junger Ritter muss die Jungfrau (Sonne) aus den Fängen des Drachen (Winter) befreien. Es ist schön und lustig einfach einmal das Rasenlabyrinth abzulaufen.

Foto Martin Beitz

Bis heute ist das Alter des Rasenlabyrinths ungeklärt, das sich am nördlichen Ortseingang von Steigra direkt neben einem vorgeschichtlichen Grabhügel befindet. Die enorme Pflege, die ein solches Labyrinth aufgrund des Rasenwuchses bedarf, macht es eher unwahrscheinlich, dass es sich um eine vorgeschichtliche Anlage handelt.

Auch die Ortsüberlieferung sieht darin lediglich ein Werk des 17. Jahrhunderts, doch die Archäologie verweist auf die vorgeschichtliche - wohl gemerkt skandinavische - Tradition solcher Anlagen und auf die Nähe bronzezeitlicher Fundstätten.

Es ist aber wahrscheinlicher, dass die im Dreißigjährigen Krieg (17. Jahrhundert) hier anwesenden Schweden diese in ihrer Heimat als Steinlabyrinthe vorkommenden Gebilde mit herbrachten, wofür ja auch der Name „Schwedenring“ spricht.

In der MZ fand sich die Information, dass auf Anregung des Lehrers, Albert Todte, der Schüler Ottomar Philipp das Rasenlabyrinth in den 1950er Jahren durch Auflegen frischen Rasens vor dem Überwachsen rettete.

Neben dem Labyrinth steht eine uralte Linde und nahebei befindet sich ein durch einen kleinen Menhir gekröntes Hügelgrab.

Redaktion: Jürgen Krohn

Quellen: Gemeinde Stegra, MZ, Harz-Saale.de

Foto: Martin Beitz

Fotos der Region gesucht!

Momentan benötigt das Projekt dringend Fotos zu vielen Themen, bzw. Berichten. Denn wie man sieht, gibt es noch sehr viele Berichte zu denen passende Fotos fehlen. Hier probieren wir Wert auf gute Fotos zu legen. Denn gute Fotos vermitteln ein positiveres Bild der Region. Kontakt: 

juergen.krohn@ok.de

Hobby-Redakteure gesucht!

Das Tourismusmarketingpro-jekt geiseltalinfo.de sucht zur Umsetzung des Projektes Onlineredak-teure(innen) mit und ohne Erfahrung.

Kostenfreie Einarbei-tungs- und Weiterbil-dungskurse sind fest eingeplant. Mehr Infos hier.

Platz für Werbebanner

In dieser Spalte werden demnächst Hochkant-Werbebanner zu finden sein.