Die Geiselquelle in St. Micheln

Die Geiselquelle entspringt am Fuße des Veitsberges in St. Micheln und ist eine typische Spring- bzw. auch Überfallquelle genannt. Landschaftlich reizvoll gelegen, lädt die Quelle zu einem Besuch ein.  Die zutage tretenden Wassermassen sind die Überlaufwässer eines unterirdischen Grundwasserbeckens, welches durch zerklüfteten Wellenkalk gebildet wird. Darunter gelagerter bunter Mergel macht den Wellenkalk zur wasserführenden Schicht, zum Wasserspeicher für die Geiselquelle. Das oberirdische Niederschlagsgebiet hinter der Quelle beträgt etwa 34 km². Die Quelle war vor Beginn des Braunkohlebergbaus eine der größten Quellen Mitteldeutschlands.

Heute ist in die Qelle eine Kneip-Gesundheitsanlage eingebaut.

Der Name Geisel ist vom altnordischen Wort geis(an) abgeleitet, von dem auch Geysir stammt. Es bedeutet "mit Macht hervorbrechen". Auch die Apostelquellen in unmittelbarer Nähe sind als Springquellen einzustufen. Die Ergiebigkeit der Geiselquelle wurde ursprünglich, als der Tagebau noch keinen Einfluss auf den Grundwasserspiegel hatte, etwa 400 bis 600 Liter pro Sekunde geschätzt.

Die Geisel war sehr fischreich, Fischbesatz ist heute nur noch im Oberlauf bis St. Ulrich zu finden.  Mit dem Wasser der Geisel wurden einmal siebzehn Mühlen betrieben. Leider ist keine mehr vollständig erhalten geblieben.

 

Bereits 1540 wurde der Bachlauf verlegt, um das Wasser abzustufen und dem Handwerk wie Müller, Gerber und Brauer dienstbar zu machen. Die Geisel wurde zwischen 1938 und 1965 vier Mal am Ortsausgang verlegt. Ursache war der voranschreitende Tagebau, die Braunkohlenförderung. Seit etlichen Jahren ergießt die Quelle bis zu 35 Liter in der Sekunde. Heute - nach einer letzten Verlegung 2009 im Zuge der Sanierungsarbeiten des Tagebaus - mündet sie in den Geiseltalsee, verlässt den See bei Frankleben und fließt in ihrem alten Bett bis Merseburg, wo sie in die Saale mündet.

 

Redaktion: Arnold Hirsch

Quelle: Stadt Mücheln, Wikipedia

Fotos: Recknagel

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