Die Geologischen Fenster “ in Krumpa - ein „Kohlediapir“und ein „Laacher Seetuff“

Die „Geologischen Fenster“ in der Nähe der Ortslage Krumpa beim Aussichtspunkt "Cecilie" unmittelbar am Südufer des Geiseltalsees gelegen, sind die einzigen vom Landesamt für Geo-logie und Bergwesen in Sachsen-Anhalt registrierten und betreuten Lockergesteinsgeotope.

Die beiden Geotope wurden unter Leitung des Diplomgeologen Herrn Dr. Matthias Thomae im Jahre 1988 freigelegt. Sie zeigen zum einen ein „Kohlediapir“ und zum anderen eine Schicht vulkanischer Asche, der „Laacher Seetuff“.

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Der Laacher See ist der größte Kratersee (Maar) in der Eifel. Er bedeckt eine Fläche von 3,33 km2 und ist 51 m tief und entstand durch die Explosion eines Vulkans. Der Vulkan schleuderte dabei seine Explosionsprodukte bis in 30 km Höhe. Dabei wurden die Aschen durch den Wind bis ins Geiseltal getragen.

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Es entstand ein 2-5 cm mächtiges Tuffband, dass sogenannte Lacher-See-Tephra, das in der Randsenke eines Kohlediapirs erhalten geblieben ist und dort Bestandteil einer limnischen Sedimentfolge wurde, die klimatisch den kompletten Spätglazial-Holozän-Übergang mit Kalt- und Warmphasen dokumentiert. Der Tuff besteht zu über 99 % aus vulkanischem Glas in kleinsten Partikeln.

Lithologie: Spätglazial von Krumpa/Geiseltal - Legen de: 1 - Beckenschluff; 2 - Anmoorboden; 3 - Gras-, Moos- und Holztorf; 4 - Feindetritus-/Tonmudde; 5 - Wechsellagerung Feindetritusmudde und Kalkmudde - Charasand; 6 - gelbliche Kalkmudde - Charasand; 7 - graubraune tonige Schluffmudde; 8 - Laacher-See-Tephra.

In unmittelbarer Nähe des Tuff-Fundes können sich Besucher ein Kohletiapier anschauen. Hellgrauer Kies mit der Bezeichnung Weichsel-Niederterrasse hat sich in 70.000 Jahren über einer 100 m starken Kohleschicht abgelagert. Die Kohle ist 46 Mio. Jahre alt.

Der gesamte Aufschluss steht heute als Geotop unter Schutz. Für den interessierten Besucher sind die geologischen Besonderheiten vor Ort ausführlich auf zwei Informationstafeln dargestellt.

Redaktion: Harry Günther

Quellen:

Fotos: Herr Recknagel

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