Die Geiseltalsee-Kirche in Mücheln

Auf Grund der vorhandenen Braunkohlevorkommen in unserer Region und deren großflächiger Abbau zu Beginn des 20. Jahrhunderts führte die zunehmende Industrialisierung dazu, dass der Bedarf an Arbeitskräften nur durch den Zuzug von Arbeitern mit ihren Familien, auch aus katholischen Regionen, abgedeckt werden konnte. Damit verbunden war das Verlangen nach der Ausübung ihrer Religion. Die Erbauung der katholischen Kirche „Herz-Jesu“ 1928 hier in Neubiendorf, einem Ortsteil von Mücheln, entsprach dem Wunsch der religiösen Gemeinde nach einer eigenen Kirche. Ein Zustrom von Um- und Aussiedlern und Flüchtlingen nach dem zweiten Weltkrieg führte zu einem enormen Ansteigen der Mitgliederzahlen.

Der Rücklauf der Mitgliederzahlen bis in die 90 –ziger Jahre führte dazu, dass der Erhalt nicht mehr sichergestellt werden konnte. Nach der Entweihung der Kirche „Herz-Jesu“ 2006 eröffnete sich die Möglichkeit, anderweitig im weltlichen Sinne zu nutzen. Alternativ blieb der Abriss. Das blieb diesem Gebäude erspart. Stattdessen erwarb der Förderverein Geiseltalsee-Kirche e.V. nach seiner Gründung 2006 zu einem symbolischen Preis die ehemalige katholische Kirche. Es lag daher nahe, der Kirche ebenfalls, wie dem Verein, den Namen Geiseltalsee-Kirche zu geben.

Durch zahlreiche Spenden war es möglich, die Kirche zu renovieren, restaurieren und Instand zu setzen. Seit 2008 ist die Geiseltalsee-Kirche wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Es wurde nicht nur ein Zeitzeuge als Einzeldenkmal erhalten. Man hatte einen Ort geschaffen, der frei, unabhängig und somit offen für alle ist. Es ist ein Raum der Stille, aber auch der Begegnung und Information. Diverse Ausstellungen, Konzerte, Ökumene u. v. a. mehr beweisen immer wieder, dass den Vereinsmitgliedern das Schicksal dieser Kirche am Herzen liegt. Man haucht ihr Leben ein. Einfach ein Ort der Begegnung und Besinnung.

Einiges, was man in der Geiseltalsee-Kirche betrachten kann, möchten wir Ihnen hier vorstellen:

Der Flügelaltar, eine Leihgabe der Pfarrei Merseburg/ Ortsgem. Mücheln/ G., stellt im Mittelteil die Auferstehung, links das Pfingstwunder und rechts die Wiederkunft des Herrn und das Gericht dar. Ein Mysterium, welches Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verschmelzen lässt wie ein heiliges Spiel. Farben und Linien zeichnen sich durch eine enorme Symbolkraft aus.

1953/54 Lasurenmalerei von Meinolf Splett, Halle/ S.

Der sakrale Charakter des Portals wird geprägt durch den geschlossenen Rundbogen mit Bildhauerbossen im Tympanon. 

 

VENITE ADOREMUS - KOMMT LASSET UNS ANBETEN

In der Längstachse der Kirche steht der Taufstein und somit in Beziehung zum Altar. Die symbolische Korrelation von Tauf- und Weihwasser wird hergestellt durch die umlaufende Weihwasserrille.

Der Taufsteindeckel, eine Leihgabe der Pfarrei Merseburg/ Ortsgem. Mücheln/ G., enthält eine Theologie der Taufe.

Redakteur: Kathleen Brehme, Jürgen Krohn

Text: Kathleen Brehme

Fotos: Herr Dittner, Jürgen Krohn

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