Die Gnadenkirche von Braunsbedra

Im Ortsteil Bedra, dem einen der beiden Gründungsorte von Braunsbedra, liegt die Gnadenkirche. Sie erhielt ihren Namen nach dem Zusammenschluss der Orte Braunsdorf und Bedra zur Unterscheidung mit der Kirche in Braunsdorf, welche den Namen Erlöserkirche erhielt.

Die Kirche wurde im laufe der Jahre mehrfach umgebaut. Vom  Ursprung her ist die Kirche spätgotisch. Zum Ende des 30-jährigen Krieges wurde sie durch ein Feuer zerstört, und erst nach 1720 im barocken Stiel wieder aufgebaut.

Die nebenstehende Zeichnung zeigt die Gnadenkirche aus nordöstlicher Sicht. Deutlich zu erkennen ist die hier noch erhaltene Patronatsloge.

 

Im Jahre 1790 bekam der Turm die zwiebelförmige Turmhaube sowie den hölzernen Altar, die zwei Emporen den Taufengel und vermutlich auch eine Orgel. Die Vorhalle vor dem Eingang wurde im 19. Jahrhundert angebaut, genau so wie die Patronatsloge der Familie von Helldorff. Die jetzige Orgel stiftete die Frau von Helldorf im Jahre 1916 welche von der Orgelfirma Furtwängler & Hammer aus Hannover in den barocken Prospekt eingebaut wurde.

Während des zweiten Weltkrieges wurde die Kirche stark beschädigt und so musste die Patronatsloge abgerissen werden. Auch die Orgel wurde in Mitleidenschaft gezogen und musste repariert werden. Aber erst im Jahre 1997 wurde sie durch den Orgelbaumeister Thomas Hildebrand aus Halle restauriert und ist seither wieder vollständig benutzbar.

rechts: Ein Blick auf den verschneiten Zwiebelturm der Gnadenkirche.

 

Die Kirche ist relativ schlicht gehalten. An den Längsseiten befinden sich zwei Emporen und über dem Ganzen erstreckt sich ein hölzernes Tonnengewölbe in schlichtem weiß. Einige schlichte Bemalungen an den Emporen und dem Altar vielen der Renovierung im Jahre 1972 zum Opfer. Auch die alten engen und bedrückend wirkenden Bänke wurden ersetzt. Dadurch erhielt die Kirche ein zeitgemäßes aussehen.

 

Weiterhin befinden sich in der Kirche Grabsteine aus dem 16. und 17. Jahrhundert sowie eine Sakramentsnische aus früheren Zeiten. Bei Reparaturarbeiten am Fußboden wurden unter diesem einige Gräber entdeckt. Die Grabplatten wurden fotografiert und wieder verschlossen.

 

Im Untergeschoß des Turmes befindet sich auch noch eine Gruft.

 

Redaktion: Harry Günther

Quelle: Kirchengemeinde

Fotos: Recknagel

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