Neumarktkirche St. Thomae Cantuariensis

Kaiser Friedrich Barbarossa erlaubte 1188 die Erweiterung des Merseburger Marktes – der Neumarkt und die daran liegende Kirche entstanden dadurch am östlichen Saaleufer. Die ursprüngliche dreischiffige Gestalt des Baus ist heute nur noch zum Teil erhalten.

Die 1230 fertig gestellte Kirche war in der Zeit von 1324 - 1327 St. Thomae Stiftskirche. Ab 1545 als evangelische Pfarrkirche erfuhr sie umfassende Restaurierungsarbeiten. Dabei wurden die mittelalterliche Sakristei und andere Bereiche abgerissen.

Die Neumarktkirche ist eine dreischiffige kreuzförmige Basilika mit einer Zweiturmfront im Westen.

Eine Regulierung des Flusses zog ein Ansteigen des Wasserspiegels und eine Geländeanhebung von über 2m nach sich. Mehr und mehr versank die Neumarktkirche. Infolge dessen wurden Teile abgerissen. Kriegsschäden waren dem Erscheinungsbild ebenfalls nicht zuträglich.


Die Kapitell des Eingangsporttals der rechten und linken Seite.

Umfassende Sanierungsarbeiten und eine Teilrestauration in den 90-iger Jahren sorgten dafür, dass die bereits 1973 aufgegebene Kirche wieder ihre architektonische Schönheit und Bedeutung zurück erhielt.


Ein unter der Empore liegendes rundes Fundament erinnert noch an das dort aufgestellte Taufbecken. Dieses ist seit 1831 im Merseburger Dom aufgestellt.

Auf Grund der auch heute nach wie vor bestehenden Gefahr von Wassereinbrüchen und der damit verbundenen Feuchtigkeit wurde die wertvolle Barockausstattung ausgelagert. In der Merseburger Stadtkirche St. Maximi und in der Michaeliskapelle im Dom haben sie ihren Platz gefunden.

Am spätromanischen Hauptportal der Neumarktkirche befindet sich die im mitteldeutschen Raum einmalige Knotensäule.

Die linke Mittelsäule, eine der sechs flankierenden Säulen und den anderen in der schlanken Form angepasst, weist dieses „Zauberzeichen“ auf.

Dieser Verknotung der Säulen sagte man im Mittelalter eine starke apotropäische Wirkung nach - sie sollten Unheil abwehren.

Die sehr schlicht wirkende Neumarktkirche ist geprägt von der von Gabriele Messerschmidt geschaffenen Holzskulptur „Thomas von Canterbury vor seinem Schöpfer“. Sie ist im Chor der Neumarktkirche St. Thomae Cantuariensis ausgestellt.

Thomas Backet, besser bekannt als Thomas von Canterbury, war im 12. Jahrhundert Erzbischof von Canterbury und wurde dort ermordet, nachdem er politisch nicht mehr tragbar war.

Das Triptichon „Kreuzigungsgruppe vor Roter Wand“ von Klaus Friedrich Messerschmidt ziert ebenfalls den Innenraum der Kirche. Näheres finden Sie hier.

Der gewählte Ort für die Granitstele im Gedenken an die Merseburger Sinti und Roma - Opfer von 1933-1945 am Neumarkt hat Bezug zum einstigen Wohnort vieler Sinti und Roma. Der Altar von Karl Friedrich Messerschmidt  ist ein Brückenschlag zu diesem Thema. Weitere Informationen dazu Sie hier.

Redaktion: Kathleen Brehme

Quelle: Wikipedia, Der Altstadtverein  Merseburg e.V., Geschichtswerkstatt Merseburg-Saalekreis e.V., Landesmarketing Sachsen-Anhalt, Stadtführung Merseburg

Fotos: Kathleen Brehme

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