Evangelische Kirche „St. Martin“ in Frankleben

Die 1647 aus Bruchsteinen erbaute Dorfkirche wurde von 1733 bis 1735 nach Entwürfen von Johann Michael Hoppenhaupt im Stile des Barock ausgebaut. Schiff und Altarraum bilden in der Außenansicht eine Einheit. Der Altarraum hat einen geraden Ostabschluß. An den beiden Langseiten befindet sich je ein Vorbau, der im Süden die Sakristei und im Norden Begräbnisstelle des Bauherrn Christoph Dietrich Bose d. J. (1664-1741) enthält. - C. D. Bose gehörte zu den progressiven Kräften seiner Zeit und verstarb schließlich als Staatsgefangener auf der Pleißenburg, weil er das Lotterleben und die Verschwendungssucht der Dresdner Hofhaltung kritisiert hatte.

Der Westturm hat einen quadratischen Unterbau und darüber den achteckigen Oberbau, der die Zwiebelhaube trägt, die infolge - Kriegsschäden gekürzt werden musste. Am 14. April 1945 wurde der Turm durch US-Artillerie zerschossen, der Turmhelm 1948/49 in vereinfachter Form erneuert.

Im Innern hat der Turmraum eine Flachdecke mit Linienstukkatur über einem schmalen Gesims. Der Saalraum des Schiffes hat ein Muldengewölbe über kräftigem Gesims und ähnlicher Linienstukkatur. Zum Inventar gehören der Kanzelaltar mit zwei kleinen seitlichen Emporen mit bemalten Brüstungen, das Ältestengestühl, die Patronatslogeneinbauten und die dreiseitige Empore. Die Rokokoformen von Kanzelaltar, Patronatslogen und Emporen werden dem Weißenfelser Hofbildhauer Johann Gottfried Griebenstein zugeschrieben. Auch der Taufstein stammt aus der Umbauzeit, die Orgel dagegen aus dem Ende des 18. Jahrhunderts. Die Renovierung des Inneren folgte 1952/53.

Vor dem Altar sind Grabplatten, an den Wänden des Kirchenschiffs Epitaphien und in den Patronatslogen Denkmale und Grabmäler der Familie von Bose. Auch auf dem Friedhof nördlich der Kirche sind weitere Grabanlagen der Bosefamilie.

Evangelische Kirche St. Martin

Müchelner Straße 31

06259 Frankleben

Telefon: 0152 290 83 325

E-mail: post@kirche-frankleben.de  birgit@bromberger-net.de 

Redakteur: Harry Günther

Quellen: Evangelische Kirche St. Martin, Schloss Frankleben

Fotos: JK

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