Triptichon „Kreuzigungsgruppe vor Roter Wand“ in der Neumarktkirche in Merseburg

Dieser bis 1995 geschaffene Altar vom freischaffenden, in Sangerhausen geborenen Künstler Klaus Friedrich Messerschmidt befindet sich in der Neumarktkirche St. Thomae Cantuariensis. In altmeisterlicher Ausführung wurde ein Meisterwerk mit nachhaltiger Wirkung geschaffen. Dieses moderne Mahnmal gegen Gewalt bekommt direkten Bezug zu der vor der Kirche im Jahre 2009 eingeweihten Gedenkstele für die Merseburger Sinti und Roma.

Gewalt ist allgegenwärtig und man erfährt sie in unterschiedlichster Weise. Sie in so vermenschlichter Form auf Wagonteilen zu erleben vereint Vergangenheit und Gegenwart in einem.

 

Auf den roten Brettern von Viehwaggons können Sie jeweils von links nach rechts 1,6 - 2,6 m großen Skulpturen aus Ahorn und Lindenholz sehen:

  • ein Geschundener mit abgezogener Haut
  • eine im KZ Verhungerte
  • ein Gekreuzigter
  • ein Geköpfter
  • ein Hingerichteter (20. Juli)
  • eine Vergewaltigte
  • eine Ausgepeitschte
  • eine auf dem Scheiterhaufen verbrannte
  • ein in die Zwangsjacke Gesteckter
  • ein Gesteinigter
  • ein gebrandmarkter Homosexueller


Die Verbindung der roten Bretter eines Viehwagons als Kunstobjekt hin zum Transportmittel zu den Fronten und Lagern des 20. Jahrhunderts wurde vom Künstler Klaus Friedrich Messerschmidt bewusst gewählt.

 

„Vergangenheitsbewältigung – Vergangenheitsverdrängung – Gegenwartsverdrängung – Gegenwartsbewältigung – wie auch immer“

 

Die Seitenflügel des Triptichons sind klappbar. Somit sind die Skulpturen nicht immer zu sehen. Ehemals war die Vorderfront nur grau gestaltet und wurde 2006 verändert und mit den Worten des Künstlers versehen: denn sie sind selber auferstanden. Durch die Prächtigkeit und Wärme der Farben strahlt das einfallende Licht - neues Leben soll erweckt werden!

Redaktion: Kathleen Brehme

Quelle: Gallerie Kontrapost, Landesmarketing Sachsen-Anhalt, Stadtführung Merseburg, Merseburger Altstadtverein e.V., Gottfried Lambert 

Fotos: Kathleen Brehme

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