Das Petrikloster Meseburg

Das Petrikloster ist im Bereich der Altenburg, dem ältesten Siedlungskern Merseburgs, gelegen. Die Klosteranlage war früher wesentlich größer und ist romanischen Ursprungs. Erstmals erwähnt wurde die Anlage um 800. 1091 wurde Sankt Petri als Kirche des Benediktinerordens geweiht. Das Baudenkmal wurde erstmals 1012 aktenkundig erwähnt und war ein Benediktinerkloster bis 1562.

Das im Jahr 1091 neu gegründete Benediktinerkloster St. Petri liegt im Bereich der Altenburg, dem ältesten Siedlungskern Merseburgs. Die einzigen Bauteile, die vom Kloster St. Petri übrig sind, sind die Südwestecke der Klausur mit romanischen Kellergewölben sowie der frühgotische Sommerrempter und der spätgotische Winterrempter.

Ein Schreibervermerk liefert einen wichtigen Beleg für die Existenz einer Schreibwerkstatt im Petri-Pauli-Kloster und ihren Fortbestand noch im 16. Jahrhundert, als Bücher - sogar in Merseburg selbst - schon im Druckverfahren hergestellt wurden. Die bedeutende Bibliothek des Klosters - u. a. wurde hier die berühmte Thietmar-Chronik verwahrt - wurde nach der Auflösung des Klosters (1544) zerstreut, der Verbleib der Buchbestände ist größtenteils unbekannt.

1562 erfolgte die Säkularisierung und Teile des Klosters wurden abgerissen, der südwestliche Teil der Klausur mit romanischen Kellergewölben wurde erhalten. Nutzung dann als Gestüt, Kaserne, in der DDR zeitweise Naturkundemuseum. 1910 führte die Wissenschaftlerin Ida Baumann-Seyd hinter dem Kloster archäologische Ausgrabungen durch.

Die historische Fotografie, die das Kloster zeigt, stammt aus dem Archiv des Merseburger Kunstvereins e.V. Links im Hintergrund sieht man den Kirchturm der Altenburger Kirche St. Viti. - Foto Merseburger Kunstverein

Das Petrikloster liegt nach jahrelangem Leerstand und Verfall nun in den Händen des Förderkreises Klosterbauhütte Merseburg. Anliegen dieses Förderkreises ist es, das Peterskloster vor dem Verfall zu retten und das Schattendasein neben dem Merseburger Dom und Schloss zu beenden. Ziel ist es, neben den anstehenden Sanierungsarbeiten, regelmäßig Führungen zu veranstalten.

Zwischenzeitlich hat der Förderkreis schon viel in die Wege geleitet und zu Stande gebracht. Zur 1. Merseburger Museumsnacht zeigte man dies der interessierten Bevölkerung. Dass das Wissen um die Wirkung von Kräuter des Mittelalters nicht in Vergessenheit gerät, zeigt der, wenn auch noch kleine, aber liebevoll gestaltete Kräutergarten.

Redaktion: Jürgen Krohn

Fotos: Frau Janke, Merseburger Kunstverein, Kathleen Brehme

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