Der Barockgarten Sankt Ulrich

Kurz-Information: Der barocke Terrassengarten in Mücheln, OT Sankt Ulrich, fand bereits 1720 Erwähnung. Drei gleichhohe Terrassen begrenzt durch Kalksteinmauern werden mittig durch ein sogenanntes Teehaus (seit 1955 leerstehend) ergänzt. Inzwischen wurde der Barockgarten anhand eines Planes von 1920 wieder instand gesetzt. Er ist jederzeit kostenfrei Besichtbar.

Der Barockgarten Sankt Ulrich in Mücheln (Geiseltal) wurde unter dem Herr von Breitenbauch um das Jahr 1720 gegenüber seinem Rittergut und Wasserschloss Sankt Ulrich in Südhanglage angelegt.

So hat der Hauptaufgang des Barockgartens früher ausgesehen, rechts und linksseitig des Hauptaufganges zu den Terrassen und dem Teehaus standen damals vier große Figuren auf den Balustraden welche die vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter verkörpern. Diese Figuren werden dem Meisterschüler Balthasar Perrnosers, Valentin Schwarzenberger, um die Zeit 1730 bis 1735 zugeschrieben.

Dies scheint eine Nachkriegsaufnahme zu sein, der Garten erschein wesendlich ungepflegter und scheint zum Gemüseanbau genutzt worden zu sein.

Der barocke Terrassengarten war früher nur für die Besitzer des Rittergutes St. Ulrich und deren Gärtnern zugänglich. Er war als ein Ort der Ruhe und Besinnung für die Herrschaften gedacht. Wie der Landschaftspark findet der Terrassengarten seine Ersterwähnung um 1720. Roderich v. Helldorff (1881-1940) ließ in den Jahren 1921 bis 1925, zur selben Zeit als das Wasserschloss umfassende bauliche Veränderungen erfuhr, die gärtnerischen und die baulichen Anlagen des Gartens einer Neugestaltung unterziehen. Die unmittelbare Nähe zum Schloss und die sonnige Südhanglage stellten beste Voraussetzungen für diesen Garten dar.

Der Garten ist von einer hohen Mauer aus Kalkbruchsteinen umgeben, durch die man über zwei seitliche Portale in den Garten gelangt. Neben diesen Eingängen standen je zwei lebensgroße Skulpturen, die die vier Jahreszeiten symbolisierten. Es handelte sich insgesamt um eine als prunkvoll geschilderte Gartenanlage mit den typischen Elementen eines Barockgartens, streng symmetrisch und gegliedert nach einer Sichtachse von Portal zu Portal.

Die Terrassierung erfolgte mittels hoher Kalksteinmauern, welche den Garten in drei etwa gleich hohe Stufen gliedert. Auf der obersten Terrasse, direkt auf einer gedachten Mittelachse, befindet sich das zweigeschossige klassizistische Gartenhaus, das sogenannte Teehaus. Das sich heute in einem schlechten baulichen Zustand zeigt. Das Teehaus wurde fenster- und dachlose Ruine.

Unmittelbar an der gedachten Mittelachse zieht sich der Hauptweg über zwei Freitreppen zur untersten Terrasse hinunter. Flankiert wurden diese jeweils durch vier knapp lebensgroße Sandsteinfiguren, welche rechts und links des Hauptaufganges zu den Terrassen und dem Teehaus auf den Terrassenmauern standen. Diese Figuren verkörperten die vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Sie werden dem Meisterschüler Balthasar Permosers (Schöpfer der Plastiken im Dresdner Zwinger), Valentin Schwarzenberger, zugeschrieben (um die Zeit 1730 bis 1735).

In den Jahren 1921 bis 1925 ließ Karl Roderich von Helldorff, der damalige Besitzer von Schloss und Gut Sankt Ulrich, den Garten architektonisch und gärtnerisch neu gestalten. Unter anderem kamen zwölf Putten als figürlicher Schmuck hinzu. Die Stützmauern der Terrassen wurden in ihrer Breite durch je drei kleinere Figuren, welche die Monate darstellen sollten, gegliedert. Diese zwölf Putten wurden in den 20er Jahren unseres Jahrhunderts durch den Bildhauer Schulze aus Naumburg im Zuge einer Gartenumgestaltung dazugesetzt, sind heute aber nicht mehr vorhanden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg, mit der Enteignung der Familie von Helldorff, wurde der Barockgarten vernachlässigt. Besonders in den 1970er Jahren kam es zu Verfall und Zerstörung der Anlagen. Der Figurenschmuck verschwand, sowohl die symbolischen vier Jahreszeiten als auch die zwölf Putten.

Der seit 1977 geschützte Park macht heute wieder einen gepflegten Eindruck. Seit 1993 kam es schrittweise zu teilweiser Wiederherstellung des Barockgartens. So wurden die Kalkbruchsteinmauern originalgetreu wieder aufgebaut und der Barockgartengärtnerisch wieder so gestaltet, dass er seinem Namen gerecht wird.

Für die Besucher noch ein Tipp der Redaktion: Vom Barockgarten hat man einen wunderbaren Blick über Mücheln und das Wasserschloss. Des Weiteren sollte man nicht versäumen, auch den großen Landschaftspark, welcher im englischen Stil angelegt wurde und direkt an den Barockgartenanschließt zu besuchen. Gegenüber vom Schloss befindet sich der alte sehr schöne Friedhof der Herrschaften, man sollte ihn nicht vernachlässigen!

Anzeige

zum Vergrößern bitte auf Bild klicken


Der Parkbereich - Foto Wolfram Dittner

Panorama vergrößern durch anklicken
Panorama vergrößern durch anklicken

Audioreiseführer zum Barockgarten demnächst zum Anhören und als Download.

Redakteur: Harry Günther

Quellen: Wikipedia, Stadt Mücheln

Fotos: JK

Muster eines Angebotsbanners!

Fotos der Region gesucht!

Momentan benötigt das Projekt dringend Fotos zu vielen Themen, bzw. Berichten. Denn wie man sieht, gibt es noch sehr viele Berichte zu denen passende Fotos fehlen. Hier probieren wir Wert auf gute Fotos zu legen. Denn gute Fotos vermitteln ein positiveres Bild der Region. Kontakt: 

juergen.krohn@ok.de

Hobby-Redakteure gesucht!

Das Tourismusmarketingpro-jekt geiseltalinfo.de sucht zur Umsetzung des Projektes Onlineredak-teure(innen) mit und ohne Erfahrung.

Kostenfreie Einarbei-tungs- und Weiterbil-dungskurse sind fest eingeplant. Mehr Infos hier.

Platz für Werbebanner

In dieser Spalte werden demnächst Hochkant-Werbebanner zu finden sein.