Der Schlossgarten in Merseburg

Oberhalb der Stadt Merseburg, auf der so genannten Altenburg gelegen, thront das Turm- und giebelreiche Ensemble von Dom und Schloss mit Schlossgarten. Die ursprüngliche Anlage des Schlossgartens an dieser Stelle erfolgte um das Jahr 1660, als Herzog Christian I. von Sachsen-Merseburg das damals nicht mehr bebaute Gelände des Königshofs teilweise zu einem schönen Lustgarten umgestalten ließ. 1825 entwarf der berühmte Gartenarchitekt Peter Josef Lennè eine neue Gestaltung für den Schlossgarten als Landschaftspark, die leicht abgewandelt realisiert wurde und das Gesicht des Gartens bis zu seiner Umgestaltung Anfang der 30er Jahre bestimmte.

Der Schlossgartensalon wurde nach Kriegsschäden 1948 bis 1953 entkernt und umgebaut. Ursprünglich flankierten ihn zwei kleine rechteckige Orangeriegebäude. Das westliche wurde bereits 1944 zerstört und abgetragen, das östliche wurde in den letzten Jahren aufwendig restauriert. Eine regelmäßige Neugestaltung erfuhr die Parkanlage 1968. Dabei wurden die Längsachsen der Wege auf die Seitenresaliten des Schlossgartensalons und die Querachsen auf das Zech’sche Palais (errichtet 1782) und das neogotische Ständehaus (errichtet 1892 - 95 als Parlamentsgebäude für den Provinzialständetag) ausgerichtet.

Neben der aus dem 18. Jahrhundert stammenden barocken Kastanienallee bzw. deren Nachpflanzungen blieben im Schlossgarten noch einzelne Gehölzgruppen aus der Phase der  landschaftlichen Umgestaltung durch Lennè erhalten. Ebenfalls aus der früheren Ausstattung stammen zwei Obeliskenpaare, korrespondierend aufgestellt zu den Mittelresaliten des Schlossgartensalons, die an den Gründer der Anlage, Herzog Christian I. und seine Gemahlin Christiane sowie deren Sohn Christian II. und seine Gemahlin Erdmuthe Dorothea erinnern. Weiterhin befinden sich im Park die bronzene Porträtbüste des preußischen Gouverneurs Friedrich Kleist von Nollendorf von Christian Daniel Rauch (1825, restauriert 1998).

Das 1816 für die Völkerschlacht in Leipzig geschaffene Denkmal wurde in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts vom ehemaligen Flughafengelände in den Schlossgarten umgesetzt. Seit 1998 ist das Reiterstandbild Friedrich Wilhelm III. von Louis Tuaillon wieder im Schlossgarten zu finden, angeordnet in der Achse des Ständehauses vor der östlichen Kastanienallee.

Der Schlossgarten gehört zu den 43 Parks und Gärten in Sachsen - Anhalt, die für das Projekt "Gartenträume - Historische Parks in Sachsen - Anhalt" ausgewählt wurden. In Zusammenarbeit mit dem Wirtschafts- und Kultusministerium des Landes wurde dieses Projekt im Jahr 2000 ins Leben gerufen und verfolgt die Wiederentdeckung des gartenkulturellen Erbes sowie eine touristische Erschließung der Regionen.

Fotos: Jürgen Krohn

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