Rittergut Ermlitz –Barockes Schmuckstück an der Elesteraue

Seit 2010 strahlt das Ermlitzer Herrenhaus wieder in seiner ursprünglichen Schönheit. Jahrelange akribische Arbeit und Restaurierung haben das Haus in das zurückverwandelt, was es einst war: Ein barockes Kleinod.

Vor allem der prächtige Stuck an der Fassade zum Wirtschaftshof und in den Prachträumen des Hauses zeigen deutlich die barocke Lebensfreude und die Liebe zu schmückendem Zierrat.

Das Haus war das Wohnhaus eines Rittergutes, das landwirtschaftlich genutzt wurde. Ursprünglicher Besitzer war eine Familie von Bose, die schon seit 1484 dort lebte. Carl Ludwig von Bose begann um 1700 mit dem Bau des Hauses. Größe und Ausstattung des Baus lassen vermuten, dass die Familie zu diesem Zeitpunkt recht vermögend war. Sein Sohn Carl Hieronymus von Bose führte die Bautätigkeit des Vaters fort. Der hereinbrechende siebenjährige Krieg beendete die Arbeit am Haus jäh und erschütterte das Land und die Familie.

Carl Hieronymus von Bose war gezwungen das Gut mit dem neu erbauten Herrenhaus zu verkaufen. Als Käufer fand sich 1771 der Leipziger Jurist, Ratsherr und spätere Bürgermeister  Dr. Heinrich Friedrich Innozenz Apel. Apel kaufte das Rittergut als Sommersitz für seine Familie.

Die Familie Apel war mit Seidenhandel vermögend geworden und beteiligte sich rege am politischen und kulturellen Leben der Stadt Leipzig. So lenkte Heinrich Friedrich Innozenz Apel nicht nur als Ratsherr und Bürgermeister die politischen Geschicke der Stadt, er hatte auch ein großes Interesse an Kunst und Kultur und war beispielsweise Kurator der Thomas- und Nikolaischule in Leipzig. Auch seine Nachfahren waren musisch veranlagt und taten sich als Literaten aber auch Mäzenen hervor. Der Sommersitz Ermlitz entwickelte sich zum Zentrum künstlerischen Lebens der Familie Apel und ihrer berühmten Freunde.

Dies endete 1945, als die Familie enteignet und über Nacht von Haus und Hof vertrieben wurde. Um das Erbe und andenken der Familie Apel zu erhalten hat sich Gerd-Heinrich Apel entschlossen, sein Erbe zu stiften. Die Sammlungen der Familie Apel sind in den Besitz der gemeinnützigen "Apelsche Kultur-Stiftung" übergegangen.

Heute werden mit der Vermietung von verschieden großen Räumen in dem renovierten barocken Herrenhaus für Hochzeiten, Familienfeiern aller Art, Tagungen und Konferenzen das Überleben des Ensembles gesichert. Sehr ruhig gelegen mit schönem Park und Pavillon bis 100 Personen. Darüber hinaus steht ein großer, zum Festsaal ausgebauter Kuhstall für Konzerte, Tanzveranstaltungen, Hochzeiten, Partys bis zu 300 Personen zur Verfügung.

Redaktion: Harry Günther

Quelle: Rittergut

Fotos: Rittergut

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