Das Schloss Gleina

Im Jahr 1689 wurde mit dem Bau des Schlosses Gleina begonnen, wahrscheinlich nach den Plänen des Leipziger Ingenieurs Dörffler. Es entstand eine hufeisenförmige zweigeschossige Anlage mit einem mächtigen Mansardendach. 1830 kaufte der preußische Kammerherr Bernhard von Helldorff das Schloss und Gut. 1945 wurden seine Nachfahren enteignet. Das Schloss wurde bis 1996 u. a. als Altenheim, Kinderkrippe und Landambulatorium genutzt. 2007 begannen Sanierungsarbeiten. Der Ortschronist Herr Lampe bietet immer wieder Schlossführungen an.

Ansicht vom Park aus mit Kutschentoreinfahrt.

Das Gleinaer Schloss  ist ein Barockschloss mit Rokoko-Stuckornamenten, Gewölbedecke und Bibliothek. Es wurde durch den früheren Eigentümer Baron von Helldorff im späten 19. Jh. durch Holzvertäfelung und neue Decken umgestaltet. Ursprünglich Hauptgebäude des ehemaligen Gutshofs, zu dem auch Park und Stallungen gehörten.

Der Mitteltrakt verfügt über eine Kutschdurchfahrt die Hof und Park miteinander verbindet und natürlich bei schlechtem Wetter einen trockenen Ausstieg garantierte. Die Außenansicht blieb im Ganzen schmuckarm, bis auf die Fenstereinfassungen, Putzsiegel und Ecklizensen.

Sehenswert sind im Obergeschoß des Südflügels die kunstvollen Stuckdecken im Rokokostil, Wandnischen und Eckkamine, hier liegt auch die Bibliothek die in einer Art mittelalterlichen Bohlenstube mit verzierter Holzbalkendecke und vertäfelten Wänden gestaltet wurde.

1830 kaufte der Kammerherr Berhard von Helldorf das Schloß von Luise Henriette Fürstin von Reutz. Das Schloß wurde vornehmlich für Feste und Jagdausflüge benutzt, ehe am 10 Juni 1893 Bernhard Heinrich von Helldorf und seine Gemahlin Luise dauerhaft einzogen. Am 19.5.1918 verstarb Berhard Heinrich und das Schloß wurde an die Thyssenwerke Hamborn verpachtet. Am 15.2.1927 übernahm sein Sohn Berhard die Bewirtschaftung des Besitzes.

Die erste Etage diente als Wohnbereich,im Straßenflügel war die Bibliothek untergebracht. Der 1. große Saal (Roter Saal) war das Klavierzimmer, der 2. Saal (Blauer Saal) war das Eßzimmer der Herrschaft, und der 3. Saal (Gelber Saal) wurde für Feierlichkeiten benutzt, dort aß auch die Jagtgesellschaft. Im Parkflügel schlief die Familie.

Ehrung des 900 Besuchers.

Das Schloss, das Herrenhaus, das Gutshaus, war bis 1945 der Sitz der Gutsherren von Helldorf . Zum Ende des 2. Weltkrieges, am 12.4.1945 kamen die Amerikaner nach Gleina und die letzten Hausherren wurden enteignet. Dann nochmals  am 1. Juli 1945 durch die SMAD (Sowjetische Militäradministration in Deutschland) im Rahmen der 1. Bodenreform unter dem Motto "Junkerland in Bauernhand". Das Gutshaus bzw. das Schloss wurden dabei geplündert und die dazugehörigen baulichen Anlagen verschiedenen Nutzungen zugeordnet.

Seit 1947 gab es Pläne das Schloß als Altenheim zu nutzen, das am 14.4.1948 eingeweiht wurde. Wände wurden eingezogen um kleinere Räume zu schaffen und Toiletten eingebaut. Die ersten 40 Senioren konnten einziehen. 1954 waren es schon 52 Bewohner.

Das Schloss wurde bis 1996 u. a. als Altenheim, Kinderkrippe und Landambulatorium genutzt. 2007 begannen Sanierungsarbeiten. Der Ortschronist Herr Lampe bietet immer wieder Schlossführungen an.

Redation: Jürgen Krohn

Quellen: Thomas Lampe

Fotos: Thomas Lampe

Fotos der Region gesucht!

Momentan benötigt das Projekt dringend Fotos zu vielen Themen, bzw. Berichten. Denn wie man sieht, gibt es noch sehr viele Berichte zu denen passende Fotos fehlen. Hier probieren wir Wert auf gute Fotos zu legen. Denn gute Fotos vermitteln ein positiveres Bild der Region. Kontakt: 

juergen.krohn@ok.de

Hobby-Redakteure gesucht!

Das Tourismusmarketingpro-jekt geiseltalinfo.de sucht zur Umsetzung des Projektes Onlineredak-teure(innen) mit und ohne Erfahrung.

Kostenfreie Einarbei-tungs- und Weiterbil-dungskurse sind fest eingeplant. Mehr Infos hier.

Platz für Werbebanner

In dieser Spalte werden demnächst Hochkant-Werbebanner zu finden sein.