Das Wasserschloss Sankt Ulrich

Kurz-Info: Das Wasserschloss St. Ulrich ist ein wertvoller, in unserer heimatlichen Umgebung seltener Pfahlbau. Der Ursprung des Schlosses liegt vermutlich in einer im 12. Jahrhundert errichteten Wasserburg. Die Bauanfänge liegen um die Zeit der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts. Man findet Bauteile aus der Gothik und Renaissance.

Das Anwesen wird von einem Graben mit Geiselwasser umschlossen. Einer der interessantesten Teile des Schlosses ist ein quadratischer Renaissance-Erker neben dem Haupteingang. Der Erker befindet sich auf einer Halbsäule und ist mit einer Zwiebelhaube bedeckt. In den Jahren 1921 bis 1925 ließ die Familie von Helldorf das Wasserschloss umbauen und verschönern. Das Schloss wurde nach 1945 zunächst als Jugendwerkhof und von 1948 bis 1993 als Kinderheim genutzt. Heute in Privatbesitz und nur von außen zu besichtigen.

Das Wasserschloss Sankt Ulrich in Mücheln ist eine hochgotische bis neubarocke Anlage um einen im Kern noch mittelalterlichen Turm. Es befand sich von 1770 bis 1945 im Besitz der Familie von Helldorff.

Im 12. Jahrhundert gab es am Platz des heutigen Schlosses eine Wasserburg, deren Graben von der damals noch sehr wasserreichen Geisel gespeist wurde. Im 13. Jahrhundert errichtete Bischof Heinrich von Wahren nördlich des Domes ein neues Bischofsschloss. Um 1470 begann Bischof Thilo von Trotha, nach dem Abriss dieses Vorgängerbaus, mit einem Neubau des Schlosses. Es handelte sich um einen Pfahlbau auf Eichenholzstelzen. Daher muss der Graben um das Schloss auch heute noch gefüllt bleiben, damit die Pfähle nicht durch Austrocknen ihre Stabilität verlieren.

Foto Natura

Das Schloss weist Bauteile aus Hochgotik und Renaissance um einen im Kern noch mittelalterlichen Turm auf. 1605 - 08 erfolgte auf Bestreben des Herzogs Georg I. von Sachsen ein tiefgreifender Um- und Erweiterungsbau durch den Baumeister Melchior Brenner. Die von ihm geschaffene Schlossanlage ist ein beeindruckendes Zeugnis der deutschen Spätrenaissance.

1624 wurde es noch einmal umgebaut. Besonders bemerkenswert ist ein quadratischer Renaissance-Erker – neben dem Haupteingang – mit Zwiebelhaube. Von 1528 bis 1764 befanden sich Schloss und Rittergut im Besitz der Familie von Breitenbauch. Um 1720 ließ der damalige Besitzer, ein Herr von Breitenbauch, benachbart zu Schloss und Gut am sonnigen Südhang der Geisel einen Barockgarten nach französischem Vorbild und daneben einen Landschaftspark im englischen Stil anlegen. 1770 kaufte Johann Heinrich von Helldorff, Domherr des Hochstiftes Merseburg, das gesamte Anwesen. Schloss, Rittergut, Schlosspark und Terrassengarten blieben nun bis zur entschädigungslosen Enteignung 1945 im Besitz der Familie von Helldorff.

1921 bis 1925 ließ Karl Roderich von Helldorff das Wasserschloss umbauen und verschönern. Unter anderem erfolgte eine neobarocke Überbauung am westlichen Schlossflügel. Baumeister war Paul Salinger. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss Jugendwerkhof und von 1948 bis 1993 Kinderheim. Heute ist das Schloss in Privatbesitz und wird schrittweise saniert.

Redakteur: Harry Günther

Quelle: Stadt Mücheln

Fotos: JK, Natura

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