Die Bockwindmühle Spergau

Windmühlen haben als einstige technische Wunderwerke längst an Bedeutung verloren. Umso wertvoller sind die Exemplare, welche bis in die heutige Zeit erhalten geblieben sind. In funktionsfähigem Zustand sind diese zudem nur noch sehr selten anzutreffen.

Die Mühle zu Spergau gehört daher zu den wenigen Windmühlen, die nach der kompletten Rekonstruktion ihre alte Bestimmung wiedererlangt hat. Die Mühle belebt damit einen Teil der Spergauer Geschichte und bildet einen interessanten Kontrast zu unserer heutigen modernen Industrieregion.

Am Ortseingang, gegenüber der Jahrhunderthalle, findet man die älteste und einzige erhaltene von ursprünglich drei Mühlen. Die originale Bockwindmühle wurde 1837 von Müller Traugott Weiße am westlichen Rand des Dorfes. Bauern aus der Umgebung ließen hier Getreide zu Mehl oder Schrot vermahlen.

Mit dem Bau des Leuna-Werkes verschlechterten sich die Windverhältnisse und der damalige Müller Hirt baute 1919 einen Motor ein. Während der Bombenangriffe auf die Leuna-Werke im Zweiten Weltkrieg wurden auch Gebäude der Mühle in Spergau getroffen. Die Mühle erlitt schwere Schäden, wurde aber wieder instandgesetzt. Danach lief sie nur noch mit Motorkraft. Bis in die 1970er Jahre wurde hier noch Schrot als Tierfutter herstellt. Der letzte Müller war Klaus Wilkerling.

2007 beschloss die Gemeinde, die Überreste der Mühle zu sanieren und an ihren jetzigen Standort umzusetzen. Kurz nach ihrer Wiedereröffnung 2008 wurde die Mühle durch Brandstiftung fast vollständig zerstört. Die Gemeinde entschied sich daraufhin für einen Wiederaufbau.

Zu sehen ist heute eine Bockwindmühle mit windgängigen Jalousieflügeln und einer. Mühlentechnischen Ausstattung mit Schrotgang, Walzenstuhl, Quetsche und Sichter. Bei verschiedenen Veranstaltungen hat man die Gelegenheit, die Mühle beim Mahlen von Getreide hautnah zu erleben.

Fotos: Antje Floh

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