Die Zeddenbacher Wassermühle

Dort wo der rote Klinker der Zeddenbacher Mühle sich vor der Weinhauptstadt Freyburg imposant aus dem Unstruttal erhebt, wurde nachweislich bereits vor 1200 Jahren Mehl gemahlen. Mehrmals brannte die Mühle nieder und wurde stets wieder aufgebaut. Die heutige Mühle ist knappe 120 Jahre alt und seit drei Generationen im Besitz der Familie Schäfer.

Der unlängst abgelegte Name „Mühlenwerke“ stammt noch aus der Zeit, als hier zudem eine Öl- und eine Sägemühle standen. Die Technik stammt zum Grossteil aus der 1. Hälfte des vorigen Jahrhunderts. Da die Mühle immer in Privatbesitz war, und auch zu DDR-Zeiten ohne jegliche staatliche Beteiligung betrieben wurde, konnte in umfassende technische Neuerungen kaum investiert werden. Es ist das Verdienst der Familie Schäfer, dass die Mühle nicht zu einem stillen Museum wurde, sondern noch heute ein funktionierendes lebendiges technisches Denkmal darstellt, in dem keine Schaumüllerei stattfindet, sondern mit handwerklichem Geschick eine echte Mehlproduktion aufrechterhalten wird - die letzte ihrer Art in der Region.

Scheinbar ist die museale Technik ein nicht ausgleichbarer Nachteil; In der Effizienz, den Wirkungsgraden und Arbeitsprozessen, als auch im körperlichen Aufwand kaum noch mit der modernen Industriemüllerei vergleichbar. Erwiesen hat sich aber, dass genau die Erhaltung der alten Technik, den Fortbestand der Mühle als Produktionsstätte gesichert hat. Wurde in den Jahren vor 1989 die Kapazität von 25 t Mahlgut pro Tag oftmals ausgeschöpft, so wird heute nur noch ein Bruchteil davon verarbeitet. Dadurch ist es möglich, auf die individuellen Wünsche der zu beliefernden Bäckereien einzugehen.

Ein wichtiger Baustein im Konzept der Mühle Zeddenbach ist die Energiegewinnung per Wasserkraft. Bis 1996 wurde die Wasserkraft ausschließlich für den Eigenbedarf im Inselbetrieb genutzt. Nach einer umfangreichen Erneuerung sorgen heute zwei Francisturbinen dafür, dass die überschüssige Energie ins öffentliche Netz eingespeist werden kann. Ohne die Energiegewinnung ließe sich die Müllerei nicht mehr betreiben. Müsste man die Energie dem Mehlpreis aufschlagen, wäre man nicht konkurrenzfähig. An guten Tagen werden 100 Kwh Leistung erbracht; bei Hoch- oder Niedrigwasser muss die Müllerei zu Weilen eingestellt werden, um keinen teuren Fremdstrom nutzen zu müssen.

Redaktion: Jürgen Krohn

Textquelle: Wassermühle

Fotos: Wassermühle

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