Neptun-Brunnen im Merseburger Schlosshof

Im Merseburger Schlosshof steht der im Rahmen der Schlosserneuerung 1605 vom Dresdner Architekten Melchior Brenner errichtete schönste Merseburger Schöpfbrunnen, der „Schloss- oder Neptunbrunnen“.

1605 beauftragte Herzog Johann Georg I. von Sachsen Melchior Brenner mit der Umgestaltung der Schlossanlage. Dabei erhielt der Baumeister auch die Aufgabe, den Ostflügel bis an den Dom zu errichten und den Neptunbrunnen an der Südostecke des Hofes zu bauen.

Der Neptunbrunnen wurde in vergangener Zeit als Ziehbrunnen genutzt. Der Wasserspiegel liegt auf dem Niveau der Saale. Seine technische Ausstattung wurde bis ins 19. Jahrhundert verbessert, besondere Anerkennung wurde ihm allerdings infolge seiner künstlerischen Gestaltung im Stil der Renaissance und seinem Standort in der Südostecke des Schlosshofes zuteil.


Der Sandsteinbrunnen ruht auf einer dreieckigen Grundplatte. Die Dreizahl bestimmt seinen Aufbau.

Auf dem Brunnenhaus thront eine Figurengruppe mit verschiedenen Symbolen der römischen Mythologie, bestehend aus Neptun mit seinem Dreizack sowie drei monumentalen Seepferden, halb Pferd, halb Fisch. In der Architektur werden solche Fabelwesen als Hippokampen bezeichnet.

Der Bezug zur römischen Mythologie ist vermutlich mit dem Einfluss des römischen Kaiserreichs auf Mitteldeutschland zu begründen, wobei Neptun als Gott der Quellen hierbei eine Doppeldeutigkeit zukommen dürfte.


Ebenso wie viele andere historische Brunnen wird auch der Merseburger Neptunbrunnen als "Wunschbrunnen" genutzt. Sieht man über den Rand der steinernen Fassade, sieht man dutzende von Geldstücken, von denen jeder als Glückspfennig dienen soll. Auch wenn aus dem Brunnen heutzutage kein Wasser mehr geschöpft wird, stellt er dennoch eine künstlerische Meisterleistung des Schlossensembles dar.

Redaktion: Jürgen Krohn

Quelle: MZ

Fotos: Kathleen Brehme, Herr Wittenberg

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