Gemeinde Krumpa

Die Gemeinde Krumpa kam im Januar 2007 als vorläufig letzter Ortsteil mit ca. 1100 Einwohnern zur Einheitsgemeinde Braunsbedra. Die erste urkundliche Erwähnung von "Crupa" um 840 n. Chr. im "Hersfelder Zehntverzeichnis" deutet auf eine slawische Siedlung hin. Bis 1815 war Krumpa ein Amtsdorf im sächsischen Amt Freyburg und gelangte dann an Preußen. 1589 lautete die Schreibweise Crumpa. Damals lebten 51 besessene Mann, darunter 11 Anspänner und 40 Hintersättler im Ort, dessen Flur 52 Hufen umfasste. Die Erbgerichte im Oberdorf besaß der Besitzer des dortigen Rittergutes, in der übrigen Ort und in Dorflur jedoch das Amt Freyburg.

Die einst landwirtschaftliche Prägung verlor nach 1900 durch den Braunkohleabbau in mehreren Gruben an Bedeutung. 1930 wurden die Orte Lützkendorf und Kämmeritz nach Krumpa eingemeindet, das dann ca. 2800 Einwohner zählte. Im Zuge des ständig wachsenden Braunkohletagebaus wurden die Ortsteile Lützkendorf, Geiselröhlitz und Kämmeritz bis Ende der 60er Jahre vollständig überbaggert.

Die stürmische Entwicklung der Großindustrie führte ab 1937 zum Bau des Mineralölwerkes Lützkendorf. Es entwickelte sich zu einer der Kraft- und Schmierstoff-Raffinerien im Großdeutschen Reich. Errichtet wurde das Werk von der Wintershall AG. In den 1930er Jahren übernahm die Wintershall die Naphthaindustrie und Tankanlagen AG (NITAG) und firmierte sie vor 1938 in NITAG Deutsche Treibstoffe AG um.

Am 12. Mai 1944 wurde das Werk erstmals schwer bombardiert. Bis zum letzten schweren Bombenangriff am 8. April 1945 wurde das Werk noch mehrfach stark angegriffen. Am Kriegsende war das Werk zu 80 Prozent zerstört. Trotzdem lief die Produktion bereits am 12. Juli 1945 wieder an.

1955 deckte Krumpa rund 50 Prozent des Schmierstoffbedarfs der DDR ab. Von 1956 bis 1964 wurde eine neue Schmierölfabrik inklusive Industriekraftwerk errichtet. Zum Ende der DDR 1989/90 lag die Jahresproduktion an Mineralölprodukten bei 800.000 Tonnen.

Mit der Einstellung des Kohleabbaues und der Stilllegung des Chemiebetriebes ADDINOL in den 90er Jahren begann die umfassende Sanierung und Umwandlung des alten Chemiestandortes zum voll erschlossenen Industrie- und Landschaftspark Geiseltalsee ( ILG ). Die Entwicklung des Industrie- und Gewerbegebietes im Einklang mit den entstehenden Tourismusprojekten am Geiseltalsee ist zurzeit eine wichtige Aufgabe in der Region.

Überregional bekannt wurde Krumpa auch durch spektakuläre Fossilienfunde, wie das "Geiseltaler Urpferdchen".

Redaktion: Harry Günther

Quellen: Stadt Braunsbedra Wickepedia

Fotos Herr Recknagel

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