Oechlitz

Der Ortsteil Oechlitz liegt am Rande der Querfurter Platte, die hier sanft in Richtung Geiseltal abfällt. In unmittelbarer Nähe befinden sich die Biotope „Oechlitzer Grund“ und „Schmirmer Klinge“ mit geschützten Tier- und Pflanzenarten. Oechlitz grenzt an die Gemeinden Langeneichstädt, Steigra, Albersroda, Wünsch und an die Stadt Mücheln.

Die Ortschaft Oechlitz bestand ursprünglich aus Haynsdorf und Oechlitz. Haynsdorf wurde Ende des 9. Jahrhunderts erstmalig erwähnt. Die Gründer des Ortes waren Franken. Überliefert wurde, dass sich die Bevölkerung mit dem benachbarten Feudaladel im Streit befand und sie die westwärts wohnenden Sorben um Hilfe baten. Diese erschienen mit einem stolzen Führer und siedelten sich auf der westlichen Seite des Ortes an. Sie nannten ihre Neugründung Oholitze. Die Anlage des Ortes erfolgte als slawischer Rundling in Hufeisenform. Das Zusammenwachsen beider Ortschaften erfolgte wahrscheinlich bereits in der frühen Neuzeit.

Urkundlich wurde die Ortschaft Oechlitz zum ersten Mal am 19. August 1286 erwähnt. Ohol bedeutet „stolz“ und kommt aus dem Slawischen. Im Jahre 1315 wurde der Ort unter Ochelitz geführt, 1364 unter Ochgelisse, 1384 war er unter Uchlitz verzeichnet, um endlich die Bezeichnung Öchlitz und heute Oechlitz zu erhalten. Zahlreiche Flurnamen südlich und nord-westlich deuten auf die Umgebung des Ortes hin. So findet man im Südosten die heutige Flurbezeichnung Leschen oder Löschen; diese Bezeichnung findet ihren Ursprung im slawischen Wort leß = Wald und bedeutet, dass die Sorben den Wald rodeten und dem Ackerland den Namen des ehemaligen Waldes gaben.

Die Ortschaft Schmirma wurde am 1. Mai 1382 erstmals urkundlich erwähnt und ebenfalls von den Sorben gegründet. Laut Urkunde übereignete damals Gebhard XIV. von Querfurt zusammen mit seinem Sohn Bruno V. dem Kloster in Reihnsdorf verschiedene Einkünfte, die dessen Abt in Schmirma gekauft hatte. Der Ursprung des Namens geht auf Smerme zurück; die Benennung erfolgte ebenfalls nach dem Gründer Smerdu, was Höriger bedeutet. Aus diesem Namen geht hervor, dass der Gründer sich im Hörigkeitsverhältnis zu einem anderen sorbischen Führer befand. Schmirma ist ebenfalls ein Rundling und in Hufeisenform in westlicher Richtung angelegt. Im Jahre 1952 wurde der Ort eingemeindet.

Sehenswert in den Ortsteilen sind zwei Kirchen, ein Kriegerdenkmal und ein Steinkreuz. Hervorzuheben ist das vom halleschen Künstler Karl Völker geschaffene Deckengemälde in der Kirche zu Schmirma.

Redaktion: Harry Günther

Quelle: Stadt Mücheln

Fotos: Herr Recknagel

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