Gemeinde Lodersleben

Ich lobe mir mein Dörfchen hier!
Denn schöne Auen
als ringsumher die Blicke schauen
blühen nirgends mehr.

Das kleine Gedicht eines Bürgers von Lodersleben, geschrieben am Anfang des 19. Jahrhunderts, drückt die Liebe zu seinem Ort sowie zur umgebenden Natur aus. So wie er empfinden alle Einwohner. Lodersleben kann auf eine mehr als tausendjährige Vergangenheit zurück blicken. Bereits im 9. Jahrhundert wird Lodersleben als „Ludsleba“ also als Siedlung eines Ludolf im Hersfelder Zehntverzeichnis erwähnt.

Durch eine Stelle im Quernetal, wo die Auffahrt zur Karlsstraße beginnt, ist der Name Lodersleben weithin bekannt geworden .Anfang des 11. Jahrhunderts baute sich Graf Wilhelm aus dem Geschlecht der Grafen von Querfurt die „Ludersburg“ drei Kilometer westlich von Lodersleben und wurde so von seinen Zeitgenossen spöttisch „König von Lodersleben“ (rex des Lutisleve) genannt. An den Wällen, Gräben, Terrassen und den bis in die Fundamente abgetragenen Mauern ist noch zu erkennen, wie ein mittelalterlicher Adelssitz ausgesehen hat.

Im Geiseltal aufsteigend erhebt sich die sogenannte Querfurter Platte nach Westen zu, um vor Lodersleben abzubrechen, nach dem Abbruch des Muschelkalks steigt die mit lehmig-tonigen Sandböden bedeckte Buntsandsteinplatte leicht an, um an der „Hohen Linde“ im Ziegelrodaer Forst 298 Meter NN nach der Unstrut wieder abzufallen. Im Tal der Querne liegt Lodersleben.

Dass der Ortsteil schon sehr alt ist, also schon lange vor der Zeit Karls des Großen bestanden hat, darauf lässt die Endung „leben“ schließen. Lodersleben hatte seinen Erwerb hauptsächlich aus der landwirtschaftlichen Nutzung sowie den heute mit Gras und Bäumen bewachsenen „Brüchen“. Dies zeugt von ungeheurem Fleiß und reger Tätigkeit unserer Vorväter im Dorfe. Diese Haupterwerbsquellen haben sich heute natürlich grundlegend geändert. Ein Großteil der in Arbeit stehenden Bürger unserer 967 Einwohner zählenden Gemeinde hat seinen Arbeitsplatz außerhalb des Ortes.

Seit 1990 versucht die Gemeinde vorrangig auf dem Gebiet des Tourismus ihre wirtschaftliche Zukunft auszubauen. Gute Voraussetzungen bietet der 5,1 ha große Park mit über 100 Gehölzarten, mehrere Gaststätten im Ortsteil, verschiedene Geschäfte, die Heimatstube sowie der unmittelbaren Nähe zum Wald mit dem Roten Born (hier soll Martin Luther auf seiner Reise von der Wartburg nach Wittenberg ausgeruht und getrunken haben), Sandborn u. v. a.. Im Ort sind mehrere Gewerbebetriebe ansässig und auch in Zukunft wird weiter versucht, Investoren des produzierenden Gewerbes im Ortsteil anzusiedeln.

Die umfangreiche Vereinsarbeit im Gesangs-, Sport-, Angler-, Schützen- und Kleingartenverein zeugt von der traditionellen, kulturellen Verbundenheit der Bürger mit der Heimat.

Die Nähe zum schon erwähnten Ziegelrodaer Forst, als weiträumiges Wander- und Erholungsgebiet, der attraktive 5,1 ha im 18. Jh. angelegte große Schlosspark mit seinem mehr als 100 verschieden Baumsorten, das liebevoll restaurierte Schloss aus der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts, alte, sehr gut erhaltene Grundstücke mit sehenswerten Inschriften u.a. aus dem Jahre 1738, die Dorfkirche und der alte Friedhof, Chor und Turm um 1518, Schiff 1717, Glocke 1571 sowie eine größere Anzahl schöner barocker Grabsteine laden auch den geschichtsinteressierten Besucher nach Lodersleben ein.

Redaktion: Harry Günther

Quelle: Stadt Querfurt

Fotos: Stadt Querfurt, Gemeinde Lodersleben, Schloss Lodersleben

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