Die Ortschaft Lochau

Siedlungen im Bereich der heutigen Ortschaft Lochau hat es nach Funden, die im Landesmuseum für Vorgeschichte aufbewahrt werden schon 4000 Jahre vor unserer Zeitrechnung gegeben.

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Lochau geht in das Jahr 1161 zurück. Es hieß damals noch Glochowe und erhielt die Genehmigung des Erzstiftes, eine selbständige Pfarrkirche zu bauen. Diese trug damals wie heute den Namen St. Annen Kirche. In "Rufnähe" des Ortes Lochau lag einige Minuten entfernt das Dörfchen Wesenitz. Beide Dörfer lagen zunächst direkt an der Weißen Elster, bis diese 1966 ein künstliches Flussbett erhielt und seitdem in einiger Entfernung an Lochau vorbeifließt. Im Übrigen wurde 1695 eine erste Brücke über die Elster gebaut von der nicht überliefert ist wie lange sie hielt. Die letzte, 1964 ihrer Bestimmung übergebene, hielt nur etwas mehr als 40 Jahre. Eine neue Brücke wurde im Jahre 2009 errichtet.

Das Dorf wurde lange Zeit durch das Rittergut geprägt, dessen urkundlich verbriefte Geschichte bis ins Jahr 1329 zurückgeht. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte es mehrfach den Besitzer. Von 1529 - 1746 war das Rittergut zu den 10 Hufen (1 Hufen = 30 Morgen = 15 - 20 ha) Acker und Garten, eine Brauerei, das Jagd- und Fischrecht, Wiesen, ein Teich sowie große Waldgebiete gehörten im Besitz derer von Dieskau.

Um das Rittergut herum bestand eine Siedlung aus ca. 50 Häusern, einer Schmiede, einer Schule und einer Schenke. Nach 1746 wechselten die Besitzer mehrfach. 1952 bis zur Wende wurde es als Teilbereich für Viehwirtschaft des Volkseigenen Gutes Gröbers betrieben.

In der Umgebung des Ortes spielte im 19. und 20. Jahrhundert für einige Jahrzehnte der Braunkohlentagebau eine bedeutende Rolle, die Gruben Hermine Henriette I bis III fraßen sich 1940 bis an den Ortsrand heran, Lochau hatte zu dieser Zeit rund 1400 Einwohner.

Zu den berühmten Söhnen des Dorfes gehörte der am 01. Juli 1800 geborene und spätere Gelehrte Prof. Karl Witte, nach dem in Halle und Lochau Straßen benannt sind. Am 01. April 1938 vereinigten sich die Orte Lochau und Wesenitz und führen seitdem den gemeinsamen Ortsnamen Lochau.

Redaktion: Harry Günther

Quelle: Stadt Schkopau

Fotos:

Fotos der Region gesucht!

Momentan benötigt das Projekt dringend Fotos zu vielen Themen, bzw. Berichten. Denn wie man sieht, gibt es noch sehr viele Berichte zu denen passende Fotos fehlen. Hier probieren wir Wert auf gute Fotos zu legen. Denn gute Fotos vermitteln ein positiveres Bild der Region. Kontakt: 

juergen.krohn@ok.de

Hobby-Redakteure gesucht!

Das Tourismusmarketingpro-jekt geiseltalinfo.de sucht zur Umsetzung des Projektes Onlineredak-teure(innen) mit und ohne Erfahrung.

Kostenfreie Einarbei-tungs- und Weiterbil-dungskurse sind fest eingeplant. Mehr Infos hier.

Platz für Werbebanner

In dieser Spalte werden demnächst Hochkant-Werbebanner zu finden sein.